Jedermanns Garten

   
   
   
Prinzipien   2. Ordnung - weniger ist mehr   Gartenpraxis
  Zwei Fragen muss sich jeder Gärtner bei der Anlage seines Gartens stellen: Was will ich und was steht mir zur Verfügung? Und seien Sie ehrlich mit sich. Mit vier Regeln sollten Sie auskommen: Bei uns war völlig klar, was wir wollen: einen Küchengarten. Und mit der Entscheidung Kleingarten war ebenso klar, was wir haben werden: bis zu 400 m² Garten in der vorgegeben Drittelteilung Haus und Wege, Nutz- und Ziergarten. Bei Ihnen können die Antworten ganz anders ausfallen. Vielleicht lieben Sie es wild oder Rosen oder Rhododendren. Vielleicht sind Sie auch ein Anhänger des Feng shui oder fasziniert von bayrischen Hängegeranien. Wichtig ist, dass Sie sich der Frage ehrlich stellen und Ihre Zeit, die Sie im Garten arbeitend verbringen wollen, genau schätzen. Die zweite Frage kommt nicht danach, sondern gleichzeitig daneben. So banal es klingt, Grünkohl und Fensterbankgarten passen ebenso wenig zusammen wie 1.000 m² Gemüsegarten und zwei Wochenstunden Zeit für Gartenarbeit oder sonnenhungrige Rosen im Schattengarten.  
    Stehen Sie also zu Ihren Vorlieben und schätzen Sie Ihre Möglichkeiten ehrlich ein!    
Wege       Helfer
  Lernen Sie verzichten! Diese goldene Regel gilt sowohl für den Selbstversorger Küchengarten als auch für den Rosenliebhaber mit seinem Vorgarten. Denken Sie von dem Ansatz her, mit wie wenig Ihr Ziel erreichbar ist. Denn weniger ist mehr. Sie sparen sich Misserfolge, wenn Sie die Pflanzen wählen, die gut bei Ihnen gedeihen. Robustheit der Pflanzen, Reichhaltigkeit der Ernte bei Gemüsen und deren Geschmack oder Pflegeleichtigkeit sind entscheidende Argumente vor Vielfalt und Exotik. Wir verzichten zum Beispiel auf die gemeinsame Pflanzung von Gemüsen, Kräutern und Blumen wie sie sonst in Bauerngärten üblich ist. Damit nehmen wir den Stilbruch in Kauf. Die Kinder lernen allerdings viel schneller die verschiedenen Pflanzen unterscheiden. Versehentlich wird kein Pflänzchen mehr umgehackt. In ganz trockenen Sommern sind die Prioritäten leicht und wassersparend einzuhalten.  
         
Beete   Probieren geht über Studieren!   Gute Beispiele
  Vielleicht gelingt Ihnen alles nach wohlüberlegter Planung sofort. Wenn aber nicht, seien Sie offen für Veränderungen und nehmen Sie Misserfolge sportlich. Das gilt für die Wahl des Saatgutes ebenso wie die Tiefe des Beetes oder Schnittformen Ihrer Spaliere. Bei langlebigen Pflanzen wie Ihrem Hausbaum, dem Ort des Kompostes oder der Wahl Ihres Gartenhauses sollten Sie sich allerdings sicher sei. Ein Platzwechsel gestaltet sich schwieriger.  
         
Pflanzen       Sonst noch
  Seien Sie Hans guck in die Luft! Aus Gewohnheit sind wir darauf festgelegt, dass Pflanzen unten – im Boden – wachsen. Nicht nur gestalterisch lockert in die Höhe Wachsendes das Gartenbild auf. Rankpflanzen können Räume trennen, Sicht- und Windschutz bieten. An Wänden oder in Ampeln Gedeihendes nutzt auf kleiner Fläche zusätzlichen Raum. Bohnen lassen sich an Stangen bequem im Stehen pflücken. Hochstämmchen statt Büsche erleichtern Ernte oder Schnitt. Lesen Sie auch unter Pflanzen weiter.  
         
         
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