Jedermanns Garten    
   
   
Prinzipien   Kompost   Gartenpraxis
  Als natürlicher Dünger und Bodenverbesserer ist Kompost seit Jahrhunderten bekannt. Aus organischen Abfällen oder besser Reststoffen des Haushalts und des Gartens wird er hergestellt. Jeder Gärtner und jede Gärtnerin tut gut daran, sich um diesen preiswerten Dünger aus Wiederverwertung zu bemühen. Mit kleinen Veränderungen beim Kompostieren muss auch im barrierefreien Garten auf das braune Gold nicht verzichtet werden. Hier geht es um das Kompostieren selbst, als auch um die Gesichtspunkte, die den Umgang mit Kompost und Komposthaufen erleichtern. Vor allem, wenn aus dem Sitzen heraus gegärtnert wird, weniger ungebremste jugendliche Kräfte zur Verfügung stehen oder sich Rückenprobleme gar schon einmal eingestellt haben, gehört der Transport des Materials und das Umsetzen des Kompostes zu den schwierigeren Arbeiten im Garten.  
         
Wege   Der Kompostplatz und seine Behälter   Helfer
  Die Rotte ist ein Zersetzungsprozess und erzeugt einen eigenen Geruch. Sein Platz gegen Belästigung der Nase ist windgeschützt im Schatten. Auf geradem, befestigten Weg soll der Platz erreichbar sein, errichtet auf offenem Boden. Ein engmaschiges Gitter schützt vor Wühlmäusen. Vier Grundbauarten kennen wir: Kompostmiete, Lattenkomposter, einen viereckigen aus Drahtgitter und die sogenannten Schnellkomposter. Für die Kompostmiete spricht, dass sie leicht aufzubauen und umzusetzen ist. Ihr Nachteil besteht im großen Platzbedarf. Der Lattenkomposter mit herausnehmbaren Brettern lässt sich ebenfalls leicht befüllen und umsetzten. Die Zwischenräume sorgen für einen guten Luft- und Wasseraustausch. Nur Letzteres gilt für den aus langlebigem Drahtgitter auch. Schnellkomposter brauchen wenig Platz, die Gefahr der Fäulnisbildung ist hoch. Wir empfehlen Miete oder Lattenkomposter, aufgeschichtet bis zu einer bequemen Arbeitshöhe.  
         
Beete   Der Kompostierprozess verlangt Umsetzen.   Gute Beispiele
  Die organische Reststoffe werden mit Hilfe von Millionen Kleinstlebewesen umgebaut. Diese brauchen Luft, Wasser und Nahrung. In der ersten Phase findet der Abbau durch Pilze, Bakterien und zahlreiche Mikroorganismen statt. 70° C sind dabei nicht ungewöhnlich. Manche Gärtner setzen nach dieser Phase, je nach Umgebungsbedingungen nach etwa 3 Monaten, wenn die Rotte etwa bei 40° C angelangt ist, das erste Mal um. Neue Luft soll in die Masse gelangen, damit andere Tiere wie Asseln, Käfer und Milben zum Beispiel gute Bedingungen für den Aufbau von Huminstoffen bekommen. Hat die Masse wieder Umgebungstemperatur, nach etwa 6 bis 12 Monaten, erfolgt die zweite Umsetzung. Schicht für Schicht abtragen, noch nicht Verrottes erneut in den Kompost, in der Regel die untere Hälfte sieben und verwenden.  
         
Pflanzen   Umsetzen erleichtern   Sonst noch
  Direktverwendung vor Kompostieren - Rasenschnitt, der gleich zum Mulchen verwendet wird, zerkleinertes Laub als Frostschutz und Dünger auf Beeten und Zweige für eine Totholzhecke, ein Hochbeet oder Igel-Winterquartier wirken und müssen gar nicht erst auf den Kompost. Darüber hinaus gilt: Je vielfältiger das Material ist, also eine gute Mischung aus Küchenabfällen, angewelktem Rasenschnitt, Laub und Strauchschnitt zerkleinert, desto leichter lässt sich die Grabgabel in den Kompost stechen. Komposthaufen auf eine bequeme Arbeitshöhe begrenzen. Arbeitshilfe kurze Wege- Drei Komposter nebeneinander und ein Sieb in der Größe der Oberfläche erleichtern das Arbeiten. Pause - Umsetzen bleibt anstrengend. Verteilen Sie sich die Arbeit auf mehrere Tage. Machen Sie Pause oder lassen Sie sich helfen. Relativ neu auf dem Markt sind drehbare Komposter - vielleicht eine Versuchung wert. Lesen Sie unter Gartenhelfer - Geräte.