Jedermanns Garten

   
   
   
Prinzipien   Mulchen   Gartenpraxis
  Mulchen kommt aus dem Mittelniederdeutschen von mul, zerfallende Erde, und meint das flächige Bedecken mit organischen Materialien. Mulchen hat viele Vorteile, die auch im barrierefreien Garten sehr von Nutzen sind. Allem voran ist der natürliche Unkrautschutz zu nennen. Auch Regenwasser dringt langsamer zum Wurzelbereich vor. Genauso verdunstet das vorhandene Bodenwasser gemächlicher. Die Bodentemperatur unterliegt dadurch deutlich geringeren Schwankungen. Nicht zuletzt sei die Zufuhr von Nährstoffen, je nach Art des aufgebrachten Materials und seinem Umbau zu Humus, genannt. Manche Pflanzen können gar nicht ohne: Farne und Rhododendren, Heidel- und Preiselbeeren fühlen sich als ursprüngliche Waldbewohner mit einer Schicht aus Blättern fast wie zuhause.  
         
Wege   Mulchen als Unkrautschutz = weniger Jäten   Helfer
  Am häufigsten verbreitet zu diesem Zweck ist eine Bodenabdeckung aus Rindenmulch. Eine 7 bis 10 cm Schicht aus reiner grober Kiefernrinde hemmt wegen der in ihr enthaltenen Gerbsäure unerwünschte Keimung von Samen besonders gut. Allerdings entzieht sie dem Boden auch Stickstoff. Andere Materialien eignen sich ebenso. Junges Gras vorbereitend oder nach und nach fingerdick aufgestreut, mögen zum Beispiel Kohl, Tomaten und Kürbisse. Angewelkter Rasenschnitt ohne blühende Gräser, bis 3 cm dick, eignet sich für alle Kulturen. Wärmeliebende Pflanzen wie Bohnen, Gurken und Zucchini wissen Brennnessel und Beinwell zu schätzen. Selbst Gemüsereste wie Blätter von Salat, Kohl und Rettich können gleich auf dem Beet verbleiben. Sie wie auch eingesäte Gründüngung, die entweder auf dem  
         
Beete   Mulch als natürlicher Dünger = weniger Dünger kaufen, hertragen und aufbringen   Gute Beispiele
  Beet verbleiben oder geschnitten auf ein anderes Beet aufgebracht werden, geben dem Boden Nährstoffe zurück und sparen Dünger.  
         
Pflanzen   Mulchen als Regen- und Verdunstungsschutz = weniger Gießen   Sonst noch
  Stroh ist langfaserig und deshalb hauptsächlich unter höherwachsenden Pflanzen nützlich. Unter Zucchini, Mais, Tomate und Gurke lässt es sich gut einsetzen. Auch Erdbeerfrüchte faulen weit weniger, wenn sie auf einer Strohdecke vor den Pfützen des Frühsommer-Regens geschützt liegen. Stroh verrottet langsam. 10 cm geschichtet, ist deshalb ausreichend. Für Wege zwischen den Beeten eignet sich eine Kombination aus Stroh mit Rasenschnitt, wenn sie zu Fuß begangen werden sollen. Geübte Gärtner belassen selbst gejätetes Unkraut ohne Samenstände an sonnigen Tagen zwischen den Kulturen. Dann wachsen sie nicht wieder an, sondern vertrocknen. Erfahrung, was Ihrem Garten und Ihnen nützt, sammeln Sie ruhig nach und nach. Fangen Sie mit einem Beet an und erweitern Sie Erkenntnisse.  
         
    Sammeln Sie eigene Erfahrungen