Jedermanns Garten    
   
   
Prinzipien   Beete   Gartenpraxis
  Das kleinste Beet und gleichzeitig der kleinste Garten passt in eine Kiste. Gebraucht wird eine (hölzerne) Obstkiste, eine große Plastiktüte, Klebe, Tacker oder Dokumenten-Klemmschienen, Pflanzerde und Pflanzensamen. Gut geeignet sind Kresse, kleine, runde Radieschen, Schnittsalat wie Krauser Gelber, auch Rucola, kleine, runde Möhren wie Pariser und Spinat. Mini-Tagetes Mowgli, Zwerg-Kapuzinerkresse und Monatserdbeeren sorgen für Blütenpracht und Früchte. Siehe Anleitung unter Gartenpraxis  
         
Wege   Hochbeet   Helfer
  Die größere Variante für das Beet in der Kiste und meistbekannt im Zusammenhang mit barrierefreiem Gärtnern ist das Hochbeet. In seiner einfachsten Bauart steht es auf vier Pfosten. Seine Seitenwände sind aus Profilholzbretten gefertigt und eine Platte bildet den Boden. Wir verwenden ein solches Hochbeet als Frühbeet mit Glasabdeckung. Wichtig für das Arbeiten im Sitzen sind die Höhe der Unterkante von 1 cm über dem Knie und die Tiefe entsprechend der Armlänge. Zu den Feinheiten gehören Ablaufmöglichkeiten gegen Staunässe, Folie zum Schutz des Holzes oder Auflagen für die Arme. Unser Frühbeet hat wenige Bohrlöcher außerhalb des Sitzbereiches und als untere der insgesamt etwa 30 cm dicken Pflanzerde Ton-Granulat. Siehe Bauanleitung unter Gartenpraxis  
         
Beete   Manchmal liegen Beete Richtung Himmel   Gute Beispiele
  Üblicherweise stellen wir uns unter Beet ein umgrenztes Stück Gartenerde vor – eben unten, fest mit dem Erdreich verbunden. Wir würden den Begriff gern weiter fassen und um tönerne Kräuterkübel, Gemüsepflanzer mit Rankgerüst, sogenannte Upsight down Pflanzer, Pflanzsäcke und –körbe, Pflanztürme und vermutlich noch viel mehr, erweitern. Denn nicht jeder, der gern gärtnert, hat eigenen Grund und Boden zur Verfügung. Einen Garten, der diese verschiedensten Pflanzplätze in Perfektion ausnutzte, konnten wir mit einem kurzen Blick in eine Schleuse auf einem Flussschiff bewundern (s. Gedächtnis-Skizze) . In die Bugspitze hinein hatten der Skipper und seine Frau auf einer Fläche von etwa 4 x 4 Metern Beete, Säcke, Ampeln, Etageren für etwas Frisches für unterwegs angelegt. Siehe Glossar unter Sonst noch  
         
Pflanzen   Beete barrierefrei   Sonst noch
  Für Beete unter dem Aspekt barrierefreien Gärtnerns ist nur ein Merkmal wichtig: pflegleicht. In Maßen ausgedrückt bedeutet pflegeleicht eine Tiefe entsprechend der Armlänge + etwa 50 cm bei Werkzeugen mit Stiel, wenn aus dem Sitzen heraus gearbeitet werden soll. Durchschnittlich großen Menschen fällt das Arbeiten mit Hacke, Harke & Co so in 1 m tiefen Boden-Beeten leicht. Tiefere Beete erfordern das Hineingehen beziehungsweise –fahren, mehr Kraftaufwand und Anstrengung sowie weniger rückenschonendes Arbeiten. Für Hochbeete gilt das gleiche Prinzip. Soweit sie umlaufend unterfahren werden können, beträgt ihre Tiefe bis etwa 1,50 m.  
         
    Beete durchfahrbar    
    Wenn Boden-Beete durchfahren werden sollen, ist der Pflanzabstand zusätzlich neu festzulegen. Die Pflanzen sollen zwischen den Rädern „überfahren“ werden. Zum Beispiel: der innere Abstand zwischen den Lenkrädern beträgt 33 cm, der äußere der großen Antriebsrädern knapp 50 cm. Mit Greifringen ist der Rollstuhl 57 cm breit. Das heißt also, über zwei oder drei Reihen Radieschen im üblichen Reihenabstand von 10 bis 15 cm kann schadlos gefahren werden. Dann müssen jeweils links und rechts Pflanzabstände von mindestens 25 cm für die Fahrspur verbleiben, bevor die nächste Reihensaat erfolgt. Gemüse, für die gewöhnlich ein Reihenabstand von 40 cm und mehr empfohlen wird, müssen bei uns mit 35 cm zu beiden Seiten auskommen. Sie werden zuletzt bearbeitet bis sie 20 cm hoch sind, danach richten sie sich sonst nicht mehr auf, wenn sie vom Fußbrett niedergedrückt wurden. Höhere oder ausladendere Gewächse bekommen einen Platz am Beetrand, so dass sie vom Weg aus gepflegt und abgeerntet werden können.  
         
    Mit allen Sinnen    
    Gärten verführen geradezu unsere Sinne. Es gibt zu sehen, zu riechen, zu hören, zu fühlen und auch zu schmecken. Waldorfpädagogen, Maria Montessori und andere haben uns schon vor langer Zeit darauf aufmerksam gemacht, dass wir auch besser lernen, wenn dabei mehrere Sinne angesprochen werden. Auch in der Gartengestaltung und bei der Anlage der Beete lässt sich dieses Wissen sehr nützlich verwenden: Lesen Sie mehr